Pressestimmen

 

 

Vorarlberger Nachrichten, 1./2. 10. 2016, Wie der Karpfen auf Beethoven stieß (Ariane Grabher)

„Fadenscheiniges“ in bildhaften Übersetzungen liefern Yvette Heller und Gabriele Ulmer. Das Künstlerinnenduo installiert einen roten Faden durch den Keller, der aber weniger Leitlinie, als vielmehr seidener Faden ist und mit dem „Bleiben“ eigentlich die Unbeständigkeit unseres fragilen Daseins meint. Gesellschaftspolitische Fragen, wie die Flüchtlingsthematik, durchdringen die jüngsten, in der charakteristischen Wachstechnik gefertigten Arbeiten und Objekte ebenso wie Gesammeltes und im wahrsten Sinn Aufgelesenes. Aber auch der Text der Menschenrechtserklärung, als Buchstabensuppe unter Wachs konserviert, liefert Stoff zum Nachdenken, oder die Installation aus weißen Garnspulen. Im Raster aufgestellt, ist der Schicksalsfaden noch nicht abgerollt. Haben wir die Fäden unseres Schicksals tatsächlich in der Hand?


Der Standard, 9.5. 2014, Ein Kulturfestival weckt alte Häuser aus dem Dornröschenschlaf (Jutta Berger)

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Rheintaler Tagblatt, 24. 04. 2014, Heller.Ulmer im Stellwerk

Das ausgediente Stellwerk fungiert als idealer Ausstellungsort für eine Ausstellung mit dem Titel “still: moving on“. Während am Nebenschauplatz Bahnhof Züge ein- und ausfahren, lädt die kleine Galerie zum Verweilen ein, zum Nachdenken über das Kommen und Gehen und über das Reisen an sich. Dabei ist Heller und Ulmer nicht das Ziel wichtig, sondern das was die Dinge und die Menschen in Bewegung bringt und hält…(Es) wird bewusst dem Irrtum Raum gegeben und der Betrachter in eine Welt geführt, in der das Sichtbare entschwindet. Willkommen zur Reise im Kopf!

Vorarlberger Nachrichten, 26.11.2013, Mach’s noch einmal subversiv (Ariane Grabher)

… das heißt es in der Galerie Lisi Hämmerle, wo man das Ausstellungsjahr höchst interessant Revue passieren lässt…Der Knaller des Jahres sind die Bilder von Heller und Ulmer. Die Künstlerinnen spielen unverschämt mit Rollenbildern…

Vorarlberger Nachrichten, 25.5.2013, Was das Aussehen verrät (Christa Dietrich)

Wie viel oder wie wenig unser Aussehen über uns aussagt, definieren Künstlerinnen perfekt und humorvoll.

Kaberettistinnen wie Anke Engelke sind Meisterinnen der Verwandlung. Sich nur für einen Augenblick zu inszenieren, das gelingt vielen. Solche Inszenierungen derart auszufeilen, dass sie für ein Kunstprojekt taugen, das schaffen nun die stets als Duo auftretenden Künstlerinnen Gabriele Ulmer und Yvette Heller.

Mit abstrakten, skulpturalen Objekten bekannt geworden, macht sich Heller nun selbst zur Skulptur. Mit der Autorin Daniela Egger im Boot entstand ein Kunstbuch und ein Ausstellungsprojekt, das heute in der Galerie Lisi Hämmerle gestartet wird und in der Tat erhellend wirkt.

Unter dem von Artur Rimbaud abgeleiteten Titel „Ich ist eine Andere“ entstanden Portraits, die wohl jeden in die Charakterisierungsfalle führen. Der perfekten Inszenierung und der jeweils leichten Erhöhung wird ein ausgleichender Text zur Seite gestellt. Eine Trouvaille.

Memminger Zeitung, 19.11.2011, Lustige Kunst macht Lust auf Kunst (Wolfgang Hillmann)

Ein frischer Wind weht durch die Galerie Neuendorf… Die Sinneseindrücke sind vielfältig: man mag und sollte die Werke mit den Händen und den Augen erfassen, auch die Nase hat etwas zu erahnen. Die Vielzahl ihrer großen Einzel- und Gruppenausstellungen beweist: diese auf unaufgeregte Weise raffinierte Kunst, die im Ergebnis so einfach scheint, gibt fernab jeder Esoterik höchst feminine Stellungnahmen zur Frage: „Was ist Sein, was ist Schein?“… So viel Lust (der Ausgangspunkt der Lustigkeit) hat schon lange nichts mehr gemacht wie die Arbeiten der beiden.

Schwäbische Post, 1.2.2010, Eine Bildstörung aus Wachs (Sybille Schwenk)Zwei Vorarlberger Künstlerinnen beleben Räume des Kunstvereins mit neuen Ideen…Ungewöhnlich und faszinierend zugleich wirkt diese Art der Verarbeitung von Eindrücken…Im Dialog mit den Bildern, die in den Räumen des Kunstvereins so sinnvoll miteinander in Verbindung gebracht wurden, herrscht die Verwunderung darüber, was Wachs mit einem Bild, einer Oberfläche, einer Aussage machen kann. Man braucht sich nicht die Augen zu reiben, um die „Bildstörung“ zu beheben. Sie hat ihre eigene, noch nie dagewesene Wirkung.

Neu – Ulmer Zeitung, 3.11.2009, Den Sehnerv des Betrachters kitzeln (flx)

Die beiden Künstlerinnen arbeiten seit elf Jahren miteinander. Ihr Markenzeichen: zwischen Op-Art, Malerei, Installation und Lichtkinetik angesiedelte Objekte, die den Sehnerv des Betrachters kitzeln. Wie gelingt es, in einer bilderüberfluteten Welt noch für die ganz kleinen Details, die bildnerische Anspielung, das geistreiche Zitat zu sensibilisieren? Gabriele Ulmer, 1958 in Dornbirn geboren, und Yvette Heller, 1966 in Sternberk (Tschechien) geboren, kultivieren ein Entdecken des Details. Das von Mustern und „Codes“ übersättigte Auge muss sich in den Gemeinschaftsarbeiten langsam auf ein entschleunigtes Sehen einstellen. Erst dann kommen die feinen, oftmals aus alten Folianten oder Zeitungen entnommenen Textausschnitte und Satzfetzen unter lichten Wachsschichten zur Geltung. So geht man an eine Arbeit heran, die vermeintliche Muster unterm obligatorischen Wachs zeigt; bei näherem Herangehen entdeckt das Auge Buchstaben; erst wenn man fast schon mit der Nasenspitze an die Arbeit anstößt, formt sich aus den Buchstaben der Satz: „How much nearer can you get?“ Immer wieder ironisieren die Künstler somit den Habitus des Kunstgängers, der, im vermeintlichen Begreifen der Kunst, am Beschnüffeln von Oberflächlichkeiten verharrt. Und wenn die Magie der Heller-Ulmer’schen Lichtkanten, Wachstopographien und Textcollagen längst entlang des Sehnervs ins intellektuelle Zentrum vorgestoßen ist, brennt ein immer wieder vorgetragenes Statement seinen bitter-komischen Witz ins Gedächtnis: „Wenn zeitgenössische Kunst zum Fürchten ist, warum schaut man sie dann überhaupt an?“. Reduktion ist eines der Schlüsselmomente im Werk von Heller-Ulmer. Sie meiden grelle Effekte, das Bunte, das Effekthascherische liegt ihnen fern.

Geistige – und optische – Verwandtschaften knüpfen sie zur konkreten Poesie. Vollends verlassen diese Werke jedoch die Genregrenzen, wenn es Heller und Ulmer gelingt, Ahnungen, Eindrücke und Stimmungen in ihrer Flüchtigkeit sichtbar zu machen: Das Wachs, diese abstrahierende Trennschicht, wird dichter, fester und lässt die Sätze, denen der Betrachter soeben erst habhaft wurde, wie in Nebeln verschwinden.

Neu – Ulmer Zeitung, 20.10.2009, Jubiläum zum Geburtstag (Roland Mayer)

Die Arbeiten von Yvette Heller und Gabriele Ulmer sind eine Einladung zwischen die Welten (…) Das Material Wachs schafft einen Schleierblick auf sanfte Strukturen, auf Muster zwischen Hell und Dunkel, auf geheimnisvolle Lettern. Thematisiert werden verborgene Zwischenräume und Zonen im Wechsel der Gefühle, das auch spitze Verletzlichkeit mit einbezieht.

Schwäbische Zeitung, 16.12.2008, Neugierde bitte auf Abstand halten!

„Bitte Abstand halten!“ lautet die Aufforderung (…) Alles andere als das würde der Betrachter im Geheimen tun, um den unter dicken Wachsschichten verborgenen Inhalten der Bilder von Yvette Heller und Gabriele Ulmer auf die Spur zu kommen (…)

In diesem sich nicht wirklich zu erkennen geben und den dafür verwendeten Materialien strömen sie (Anm. die Strukturen) Sinnlichkeit aus, die, sofern man sie wahrnimmt, ein neues Begreifen von zeitgenössischer Kunst nach sich ziehen kann (…) Ein Werk von enormer Bandbreite.

Neue am Sonntag, 13.7.2008, Zwei Frauen – eine Kunst (Daniela Egger)

Die Sprache, das geschriebene Wort und die Darstellung von Rhythmus finden sich immer wieder in den Objekten, die durch eine massive Wachsschicht faszinierend mit Licht und Schatten spielen. Genähtes strukturiert die traditionelle Leinwand, Farbe wird sehr sorgfältig eingesetzt, alles versinkt unter dem weißlichen Mantel wie unter Eis, wo es verborgen und lebendig bleibt.

Neu-Ulmer Zeitung, 5.6.2008, Who is who der modernen Kunst

Die „Fischerplatz-Galerie“ zeigt derzeit in ihren Räumen in der Fischergasse 21 und 34 eine Art „Best of“ langjähriger Galeriearbeit. So ist nun eine Ausstellung zustande gekommen, deren Protagonisten sich wie ein Who is who der Kunst seit 1945 liest. (…)

Neben den großen Bekannten wie Baselitz, Uecker und Ramos sind es vor allem auch die gegenwärtigen Positionen, die diese Ausstellung so sehenswert machen. Da wird im Kontrast zu den Arbeiten früherer Jahrzehnte eine Entwicklung nicht nur inhaltlicher, sondern auch formaler Art erfahrbar, (…)

Ebenso faszinierend wie (Anm. Martin C.) Herbst das Duo Yvette Heller und Gabriele Ulmer, die häufig mit Wachs und Naturmaterialien wie Lehm und Pigmenten arbeiten. Ihre in Wachsschichten versteckten Botschaften zu enträtseln ist ein Spiel mit feinsten Sinneswahrnehmungen. (…)

Die Ausstellung ist wie ein Zeitraffer-Spaziergang durch die Kunstgeschichte der letzten 50 Jahre. Auf überschaubarem Raum ist alles zu sehen, was revolutionär, wertvoll, schön, interessant oder zumindest teuer ist. (…)

Vorarlberger Nachrichten, 2./3.2.2008, Nicht der Korken, die Kunst lässt es knallen (Veronika Fehle)

Sich mit Grenzen nicht einfach zufrieden geben, sie – wenn nötig – auch einmal kühn verschieben oder keck überspringen, das ist Kunst, wie man sie haben will. Kunst, die das Unsagbare sagt und das Undarstellbare nicht undarstellbar bleiben lässt. (…) Zunächst nämlich geben die Arbeiten der Dornbirnerin Yvette Heller und der Schwarzacherin Gabriele Ulmer ihren Betrachtern Rätsel auf. Bilderrätsel, um ganz genau zu sein, die das „Zwischen den Zeilen“-Lesen trainieren lassen. Punkte und Linien formieren sich dabei zu Rastern, die den Blick freigeben auf das Dahinter. (…) Tatsächlich fügt sich die Farbigkeit im Wechselspiel mit der Leinwand, dem Wachs, das Bildfragmente offenlegt und andere verbirgt, zu eben jenem Unausgesprochenen zusammen, das sich hinter dem „Undsoweiter“ zu ducken scheint. (…)

Anzeiger, 30.3.2006, Frauenpower im Doppelpack: Ironisches in der Galerie A4 (Raimund Jäger)

“So etwas Gutes habe ich schon lange nicht mehr gesehen!“ (…).Die Rede war von den Bildern der beiden Künstlerinnen Yvette Heller und Gabriele Ulmer, die unter dem Motto “Haut und Hülle“ ihre ironischen, manchmal auch sarkastischen Bildkompositionen in der kleinen, aber feinen Galerie A4 in der Feldkircher Gymnasiumgasse präsentieren.

El Periòdic d’Andorra 16.8.2004, Art contemporanei a La Massana

Les austríaques Yvette Heller i Gabriele Ulmer presenten en els seus quadres fets a quatre mans una proposta sense títol que appel-la a les emociones de l’espectador. Aquestes obres, elaborades amb una tècnica única.

(Übersetzung: Die Österreicherinnen Yvette Heller und Gabriele Ulmer zeigen in ihren vierhändig entstandenen Bildern eine Position ohne Titel, die sich an die Emotionen des Betrachters richtet. Diese Arbeiten sind in einer einzigartigen Technik gefertigt.)

Der Standard, 11.7.2003, Falten, die verbergen und enthüllen

Das kleine Blatt 19.6.2002, Ein Schleier von Wachs

Die beiden Künstlerinnen sprechen eine feinsinnige Sprache mit Konturen und Farbfeldern.

Kultur-Zeitung 26.5.2001, Partiell wird’s zur Trend-Schau (Sybille Prücklmeier)

Was Yvette Heller und Gabriele Ulmer zeigen, ist so neu, dass „Neu bei Neuendorf 2001“, so der Titel der aktuellen Ausstellung in der gleichnamigen Galerie, partiell zur Trend-Schau wird (…). Nun bildet ein Teil der avantgardistischen Werke (…) den Blickfang in der Memminger Galerie.

Neue Vorarlberger Tageszeitung 1.3.2001, Mit Leinwand und Wachs (dc)

Yvette Heller und Gabriele Ulmer schaffen es mit ihren oft mehrteiligen Bildobjekten eine ganze Reihe von Assoziationen zu erzeugen. Und irgendwie hat man das Gefühl sich dieser Entdeckungsreise nicht entziehen zu können.

Vorarlberger Nachrichten 2.2.2001, Aufschlitzen, nähen, mit Wachs überziehen (Ariane Grabher)

Zwischen geschlitzten und genähten Leinwänden und den kantig hervortretenden Stegen spannt sich ein weites Spektrum auf, in dem die Arbeitsgemeinschaft Ulmer/Heller irgendwo zwischen Lucio Fontana und Tone Fink eine kleine Nische gesucht und gefunden hat.